Solo-Songs

Ekky Meister

Seit September gibt es bei YouTube den Kanal „Ekky Meister“ . Hier werden Songs von mir vorgestellt, an denen ich alles selbst gemacht habe – Musik, Texte, Gesang, Instrumente, Programmierung, Abmischung. Stilistisch kann man das vielleicht grob mit „Pop Chanson“ umreißen.

Die Idee entstand ca. 2009, als ich das Gefühl hatte, mein Cubase soweit leidlich zu beherrschen, dass ich möglicherweise in der Lage wäre, ein paar Songs, die mir sehr am Herzen lagen, die aber noch nie irgendwo Verwendung gefunden hatten, in einer Form aufzunehmen, mit der ich gut leben könnte.

Ich begann 2011, aus dem ATARI einige Daten in den aktuellen Rechner zu übertragen. 2012 wurde mit „Ich treibe hinaus“ das erste Stück fertig. Dann war oft nicht so recht Zeit und Muße dazu, erst 2016 wurden dreieinhalb weitere Stücke fertig, und mit diesen wurde der Kanal eröffnet. Seither ist einiges hinzugekommen.

Manche Stücke sind schon etliche Jahre alt, manches geht bis in die mittleren 90er zurück, bei einigen lag eine sehr grobe Idee oder ein Text viele Jahre unbearbeitet herum, andere Stücke sind auch komplett neu.

Anfang 2019 wurden 15 Stücke zur CD Ekky Meister „EkkStrakt“ zusammengefasst.

Ich habe mit diesem Projekt keine vordergründig kommerziellen Absichten, will lediglich versuchen, sie soweit zu verbreiten, dass möglichst viele, die Interesse dafür haben könnten, sie zu hören bekommen.

Sicher könnte man vieles daran technisch besser machen, indem man andere Leute einbezieht, allem voran die Produktion. Aber ich genieße es zu sehr, dass mir hier niemand reinreden kann und ich auch niemandem reinreden muss – Konstellationen, in denen ich die Vorstellungen anderer umsetzen helfe oder Kompromisse gefunden werden müssen, habe ich ja ausreichend. Daran ist im Übrigen auch nichts Negatives, erstens lebe ich zu einem guten Teil von diesen Dingen, zweitens ist das Mindeste, dass man dabei einiges lernt, und drittens kommen dabei auch immer wieder tolle Sachen heraus, die man eben allein so nicht hinbekommen hätte. Und mitunter bleiben verworfene Ideen zurück, die zu schade für den Müll sind und aus denen man dann allein noch etwas Schönes machen kann.

Dass ich alles allein mache, hat aber auch damit zu tun, dass ich einen Sänger, Instrumentalisten oder Toningenieur gern auch vernünftig bezahlen möchte, wenn er/sie meine Ideen umsetzt, und so etwas wird nur im Einzelfall möglich sein.

Falls natürlich jemand das Gefühl hat, unbedingt mal bei einem Song vertreten sein zu wollen, werden wir etwas Passendes finden.

Von daher heißt das alles auch nicht, dass niemand diese Stücke kritisieren darf – für feedback bin ich immer dankbar, und ich habe zum Glück auch ein paar gute Freunde und Bekannte, die sich die Zeit nehmen, ihre Eindrücke zu schildern.

Es gibt logischerweise etliche Ähnlichkeiten zu manchen Uferlos-Sachen. Ob jemand findet, dass das nach DDR-Rock klingt, ist mir mittlerweile relativ egal – Ostalgie wird hier jedenfalls nicht bedient. Dass eine Dominanz von Tasteninstrumenten vorhanden ist, liegt auf der Hand. Es gibt Spuren,von Prog, Jazz, Rock, Klassik, mancher hat auch schon Musical oder Filmmusik assoziiert.

Interessanterweise habe ich eine Neigung zur Länge von 6 Minuten. Viele Stücke bewegen sich, trotz sehr unterschiedlicher Ablaufmodelle, um die 6 min herum, aber bisher keins geht wesentlich darüber hinaus.

Das ist auch nicht zwingend genau das, was ich so höre – es ist das, was aus mir raus kommt, wenn man mich machen lässt und wenn ich nicht darüber nachdenke, was jemand von mir erwarten könnte.

Ekky Meister Porträt
Ekky Meister - EkkStrakt